Technik

Qualcomm-Chips und SD-Slot?: iPad 2 gibt Gummi

Von Klaus Wedekind

Silikonhüllen sind eigentlich nichts, worüber man berichten müsste. Wenn sie aber fürs iPad 2 gemacht sind und verdächtige Öffnungen aufweisen, schaffen sie es sogar in die Schlagzeilen. Es gibt aber auch etwas handfestere Gerüchte zu Apples zweitem Tablet-Rechner.

Das neue iPad wollen viele möglichst schnell in ihren Händen haben.
Das neue iPad wollen viele möglichst schnell in ihren Händen haben.(Foto: REUTERS)

In China sind Silikonhüllen fürs iPad 2 aufgetaucht, die laut "AppleInsider" ein Beleg dafür sein könnten, dass Apples neuer Tablet-Rechner nicht nur einen Mini DisplayPort für die HD-Videowiedergabe, sondern sogar einen SD-Karten-Slot haben könnte.

Die Hüllen zeigen nämlich nicht nur Öffnungen für eine Frontkamera und größere Lautsprecher, sondern auch zwei Schlitze, die bisher noch an keinem Zubehör-Teil gesichtet wurden: Von vorne betrachtet, hat der chinesische Silikon-Schutz oben links eine schmale, längliche Aussparung, die am aktuellen iPad keinen Sinn machen würde, da sich dort nichts befindet. Laut "AppleInsider", passen Größe und Form des Schlitzes zur Größe eines SD-Karten-Slots. Da Apple aus angeblichen Sicherheitsgründen externe Speicherkarten bisher grundsätzlich abgelehnt hat, wäre so ein Einschub eine kleine Sensation.

Eine Öffnung in der Mitte der Oberseite soll für einen Mini DisplayPort sein. An dieser Stelle befindet sich bei 3G-Versionen des aktuellen iPads der Einschub für SIM-Karten. "AppleInsider" hält es jedoch nachvollziehbar für Unsinn, dafür eine Aussparung in Schutzhüllen zu machen. Denn eine SIM-Karte wechselt man nur sehr selten. Und wenn man es tut, kann man dafür die Hülle problemlos abziehen. Ein DisplayPort macht dagegen sehr viel Sinn, da die meisten kommenden Android-Konkurrenten mit HDMI entsprechende Ausgänge haben werden. Bisher ist das iPad nicht in der Lage HD-Signale auszugeben.

Qualcomm löst Infineon ab

Auch was das Innenleben des iPad 2 betrifft, drehen die Gerüchteköche die Flammen höher. Das Tech-Blog "Engadget" berichtet,  in der zweiten Generation der Apple-Tablets steckten keine Infineon-Chipsätze mehr. "Verlässliche Quellen" nach, gibt künftig Qualcomm im iPad den Takt an. Dies wäre ein nachvollziehbarer Schritt, da die Chipsätze dieses Herstellers auch das vom großen US-Anbieter Verizon bevorzugte CDMA-Funknetz unterstützen, für den Apple kürzlich extra das iPhone 4 modifiziert hat.

"Engadget" und andere Webseiten vermuten, dass Apple im iPad 2 möglicherweise bereits seine neue Mehrkern-CPU A5 einsetzen wird, die auch im kommenden iPhone 5 werkeln soll. Der Prozessor basiert wie Nvidias Super-Chip Tegra 2 auf der ARM-Cortex-A9-Architektur. Für die nötige Grafik-Leistung soll die neue GPU SGX-543 von PowerVR sorgen. Angeblich ist der Prozessor doppelt so stark wie der Grafikchip des aktuellen iPad.

Doch ein "Retina"-Display?

Glänzende Augen werden Apple-Fans bekommen, wenn sie lesen, was die gewöhnlich bestens informierte Webseite "MacRumors" über das Display des neuen Tablets berichtet. Die Auflösung soll entgegen anderslautender Gerüchte doch extrem hochauflösend sein. Entwickler hätten im neuen Betriebssystem iOS 4.3 Hinweise darauf gefunden, dass das neue Display 2048 x 1536 Bildpunkte aufweist. Damit wäre es vier Mal schärfer als der Bildschirm des aktuellen iPad und der Begriff "Retina"-Display durchaus angebracht. Wobei "Retina" keine bestimmte Auflösung voraussetzt, sondern sich  laut "MacRumors" durch einen bestimmten Abstand definiert, ab dem keine einzelnen Pixel mehr zu erkennen sind.

Quelle: n-tv.de

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