Montag, 03. Mai 2010
Enttäuschung bei Steve-Jobs-Fans: iPad 3G sendet SMS
Marktstart für das iPad 3G. Nach Experten-Schätzunge wurden am ersten Wochenende 300.000 Einheiten verkauft. Mit dem UMTS-fähigen Tablet-Rechner kann man zwar via Mobilfunk im Internet surfen aber nicht telefonieren. Und simsen gelingt auch nur eingefleischten Hackern.
Der feine Unterschied: das iPad 3G hat im Gegensatz zur Basisvariante einen Mini-SIM-Kartenschacht. (Foto: ifixit.com)
Fast schon selbstverständlich, dass die Anhänger von Steve Jobs' Computerschmiede zum Erscheinen des neuen Modells wieder zu großer Form aufliefen. Die Bastler von ifixit.com legten ihre Neuerwerbung gleich komplett auseinander und fanden - Überraschung! - das Innenleben eines herkömmlichen iPads plus einen Mini-SIM-Kartenschacht. Wie sollte sich das "3G" auch sonst mit dem Telefonnetz verbinden?
Enttäuschung beim Video-Streaming
Wie der Branchendienst TechCrunch berichtet, scheint die Übertragungsrate beim Videostreaming über das Handynetz teilweise deutlich gedrosselt zu sein. Bestimmte Apps würden auf dem iPad überhaupt nur dann laufen, wenn der Tablet-Computer via WLAN mit dem Internet verbunden sei. Die Fangemeinde ist zum Teil herbe enttäuscht und diskutiert lebhaft über mögliche Hintergründe.
Unterdessen ist es anderen Bastlern gelungen, mit dem von manchen als "Wunderflunder" bezeichneten Kleincomputer eine SMS zu versenden. Das sollte zwar eigentlich - genau wie schlichtes telefonieren - mit dem zwischen 629 und 829 US-Dollar teuren Gerät technisch ohne Weiteres möglich sein, ist von Apple aber bislang nicht vorgesehen.
Simsen trotz SIM-Karte nicht vorgesehen: Apple-Chef Steve Jobs bei der Präsentation des iPads.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Simsen nur mit "Jailbreak"
Erst durch einen so genannten "Jailbreak" ("Gefängnisausbruch", also das Aufspielen von Apple-fremder Software, durch das im Übrigen der Garantieanspruch verloren geht), wird auch mit dem iPad möglich, was sonst jedes 20-Euro-Handy beherrscht: 160 Zeichen zu einem Wucherpreis via Mobilfunk in die Welt zu senden. Für Apple-Freunde offenbar trotzdem eine kleine Sensation. Das YouTube-Video der technischen Fingerübung wurde innerhalb weniger Stunden über 45.000 Mal aufgerufen.
tle
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