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Seit Jahren kursieren Gerüchte und Bilder darüber, wie die Apple-Uhr aussehen könnte.
Seit Jahren kursieren Gerüchte und Bilder darüber, wie die Apple-Uhr aussehen könnte.(Foto: Brett Jordan / flickr.com/photos/x1brett/)

Apple und Foxconn drehen an der Uhr: "iWatch" soll in Betaphase sein

Zwei renommierte US-Zeitungen, nun auch eine Nachrichtenagentur: Alle tragen Details zusammen, was dran und drin ist an Apples neuer "iWatch". Die smarte Uhr soll Funktionen von iPhone und iPad übernehmen - und sich bereits außerhalb der Experimentierphase befinden. Der nächste Entwicklungsschritt führt nach China.

Das Apple-Team, das an einer Computer-Armbanduhr arbeitet, umfasst laut einem Medienbericht bereits rund 100 Mitarbeiter. Darunter seien neben Designern und Software-Entwicklern auch Manager und Marketing-Experten, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Größe der Mannschaft weise darauf hin, dass Apple bei der Entwicklung des Geräts über die Phase der Experimente hinaus sei, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Einige der Entwickler hätten zuvor an iPhone und iPad gearbeitet.

Apple arbeitet intern immer wieder an geheimen, experimentellen Projekten, bei denen Mitarbeiter in Gruppen unabhängig vom Rest des Unternehmens in einer Art Startup-Sandkasten ein Produkt entwerfen.

Ist die Betaproduktion bereits in Arbeit?
Ist die Betaproduktion bereits in Arbeit?(Foto: dpa)

Sollten demnächst Fotos von der "iWatch" auftauchen, ist dies noch immer kein Beweis dafür, dass das Gerät tatsächlich und in dieser Form in Serie geht, wie die Technik-Website "The Next Web" den Weg eines potenziellen neuen Apple-Produktes bereits vor Wochen beschrieben hatte. Es wäre jedoch ein wichtiger Schritt in Richtung Marktreife.

In Gesprächen mit Foxconn

Zuvor hatten die "New York Times" und das "Wall Street Journal" berichtet, dass Apples Uhr auch einige Funktionen des iPhone und des iPad übernehmen könne. Die Artikel enthielten jedoch nur wenige konkrete Details. So soll das Geräte der "New York Times" zufolge eine Oberfläche aus gebogenem Glas haben. Das "Wall Street Journal" schrieb, Apple habe bereits mit seinem Auftragsfertiger Foxconn darüber gesprochen.

Der US-Konzern lässt "The Next Web" zufolge seine Beta-Produktversionen in China bauen - dieses Detail ist also ein weiterer Hinweis auf die fortgeschrittene Entwicklungsarbeit an der "iWatch".

Apple habe in der Vergangenheit bereits an tragbaren Fitness-Accessoires gearbeitet, sie aber nie auf den Markt gebracht, schrieb Bloomberg. Derzeit gibt es Fitness-Armbänder von Anbietern wie Nike, Fitbit oder Jawbone, die in Verbindung mit einem Smartphone oder PC etwa sportliche Aktivitäten, verbrauchte Kalorien oder zurückgelegte Entfernungen messen.

Apple-Chef Tim Cook steht derzeit unter Druck, ein neues innovatives Produkt vorzustellen. Die Aktie verlor seit den Höchstwerten im September rund ein Viertel ihres Werts. Kritiker werfen Apple eine nachlassende Innovationskraft vor, weil das Unternehmen seit dem Start des iPad-Tablets 2010 nur Weiterentwicklungen bisheriger Geräte vorgestellt habe. Mit einer eventuellen "iWatch" könnte Apple den Skeptiker entgegentreten.

Quelle: n-tv.de

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