Kurznachrichten

Pipeline-Projekt : 10 Firmen sollen sich an Nabucco beteiligen

An dem Gas-Pipeline-Projekt Nabucco West dürften sich nach Einschätzung von Nabucco-Chef Reinhard Mitschek bis zu zehn Firmen beteiligen.

Derzeit werde die Eigentümerstruktur überarbeitet, sagte Mitschek am Montag in einer Telefonkonferenz. Sollte das milliardenschwere Projekt den Zuschlag für den Transport von Gas aus Aserbaidschan nach Europa bekommen, wollen sich die Gasförderfirmen mit 50 Prozent an der Pipeline beteiligen. Der deutsche Energiekonzern RWE  hat angekündigt, aus dem Nabucco-Konsortium aussteigen zu wollen. "Das ist etwas, was zu einem späteren Zeitpunkt von den Nabucco-Eigentümern und RWE verlautbart wird", sagte Mitschek. "Wir erwarten, dass wir am Ende des Tages ein Gemeinschaftsunternehmen mit neun bis zehn Beteiligten haben."

Derzeit gehören neben RWE die österreichische OMV, die ungarische MOL, die türkische Botas, BEH aus Bulgarien und die rumänische Transgaz dem Nabucco-Konsortium an.

Ob die Gasröhre tatsächlich gebaut wird, dürfte nach Einschätzung von Mitschek bis Ende Juni feststehen. Bis dahin wollen die im Shah-Deniz-Konsortium zusammengeschlossenen Gasförderfirmen entscheiden, ob sie das Gas über Nabucco West oder das Konkurrenzprojekt TAP nach Europa leiten wollen. Während Nabucco über den Balkan bis nach Österreich reichen soll, läuft TAP nach Italien.

Bilderserie
Die Nabucco-Pipeline
 

Quelle: n-tv.de

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