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Undichte Stellen im Reaktordruckbehälter: AKW Grundmemmingen vorerst abgeschaltet

Ein Block des bayrischen Atomkraftwerks Gundremmingen ist wegen einer undichten Messlanze am Reaktordruckbehälter vorübergehend vom Netz gegangen. Wie der Betreiber RWE mitteilte, war bei Routinekontrollen ein kleines Leck im Bereich des Sensors entdeckt worden. Der Schaden könne nur bei abgeschalteter, druckloser Anlage bewertet und behoben werden. Eine Gefahr für Personal und Umwelt bestehe nicht.

Aus der Leckage seien "einige Tropfen pro Minute" ausgetreten und innerhalb des Kontrollbereichs des Reaktorgebäudes der regulären Abwasseraufbereitung zugeleitet worden, teilte RWE weiter mit. Bei der austretenden Flüssigkeit handelte es sich den Angaben zufolge um Kühlwasser aus dem Dampf-Wasser-Kreislauf zwischen Reaktor und einer Turbine zur Stromerzeugung. Das Wasser kommt direkt mit den Brennstäben in Kontakt und ist deshalb radioaktiv.

Das Akw Gundremmingen besteht heute aus zwei aktiven Reaktorblöcken. Sie laufen seit 1984. Ein dritter Reaktor lief dort bis 1977 und wurde dann stillgelegt. Das Kraftwerk gehört den beiden deutschen Energiekonzernen RWE und Eon. RWE hält mit 75 Prozent die Mehrheit der Anteile.

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Quelle: n-tv.de

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