Kurznachrichten

Schimmelpilz-Gift im Maisfutter: Aflatoxin in Milch von Hof in NRW gefunden

In der Milch eines nordrhein-westfälischen Bauernhofs ist nach der Verfütterung von mit Schimmelpilz-Gift belastetem Maisfutter ein erhöhter Aflatoxin-Wert nachgewiesen worden.

Wie das Landesverbraucherschutzministerium am Mittwochabend in Düsseldorf mitteilte, dürfe dieser Hof vorerst keine Milch mehr ausliefern. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass belastete Milch an eine Molkerei geliefert worden sei. Das Schimmelpilz-Gift Aflatoxin ist giftig und krebserregend, daher gelten sehr strenge Grenzwerte.

Der Betrieb hatte das belastetes Futter nach Angaben des Ministeriums von einem nordrhein-westfälischen Futtermittelhersteller bezogen, der auch zwei weitere Milchviehbetriebe in Nordrhein-Westfalen und einen in Rheinland-Pfalz beliefert hatte, bevor die Auslieferung gestoppt werden konnte. In der Milch der beiden nordrhein-westfälischen Bauernhöfen wurden die Grenzwerte aber nicht überschritten. Das Futter ging auch an Puten-, Schweine-, Kälbermastbetriebe.

Der Futtermittelhersteller hatte den Aflatoxin-belasteten Mais aus Serbien importiert und die Giftbelastung Ende Februar bei einer Eigenkontrolle bemerkt. Er stoppte die Auslieferung seines Futters sofort und informierte die Behörden. Der Fall hängt nicht mit der Großlieferung von Aflatoxin-belasteten Mais nach Niedersachsen zusammen, der in der vergangenen Woche zur Sperrung von tausenden Höfen geführt hatte. Im aktuellen Fall hatte der Futtermittelhersteller in Rees laut Ministerium 1050 Tonnen Mais über Rotterdam bezogen. 200 Tonnen wurden zu Mischfutter weiterverarbeitet, der Rest wurde nach dem Alarm sichergestellt.

Quelle: n-tv.de

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