Kurznachrichten

Forderung malischer Islamisten: Afrikanische Truppen sollen Kidal fern bleiben

Eine malische Islamistengruppe im Norden des Landes hat heimische und afrikanische Truppen dazu aufgefordert, der Stadt Kidal fern zu bleiben. Wie es am Mittwoch in einer Mitteilung der Islamischen Bewegung von Azawad (MIA) hieß, sollen die Soldaten die Stadt und deren Umgebung nicht betreten, solange keine «politische Lösung» im Konflikt mit der Regierung in Bamako gefunden sei.

In der Nacht waren französische Soldaten in Kidal eingezogen. Ein Sandsturm verhinderte jedoch nach französischen Regierungsangaben zunächst die vollständige Übernahme der Kontrolle.

Die MIA richtete in ihrer Mitteilung einen «dringenden Appell an die internationale Gemeinschaft und Frankreich». Nur wenn malische Soldaten und Truppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS der Region Kidal fernblieben, sei sie bereit, den «Kampf gegen den Terrorismus» und eine Lösung des Konflikts voll zu unterstützen, erklärte die Gruppe. Dies sei ihre einzige Bedingung. Die MIA habe ihre Bereitschaft bewiesen, mit Frankreich zusammenzuarbeiten, schließlich sei beim Einmarsch der Franzosen in Kidal «kein einziger Schuss gefallen», erklärte die Gruppe weiter.

Die MIA hatte sich nach eigenen Angaben vor kurzem von der islamistischen Gruppe Ansar Dine abgespalten. In der vergangenen Woche erklärte sie sich zu Gesprächen über eine friedliche Lösung des Konflikts bereit.

Mehr zum Thema
Kidal steht vor dem Fall

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen