Kurznachrichten

IISS-Studie: Asien gibt erstmals mehr für Militär aus als Europa

Einer Studie des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) zufolge hat Asien im Jahr 2012 erstmals mehr Geld für sein Militär ausgegeben als Europa. Wie das Institut in London erklärte, schlage sich in der neuen Rangfolge sowohl der steigende Wehretat Chinas als auch die Wirtschaftskrise in Europa nieder.

Demnach habe allein China habe seine Verteidigungsausgaben von 2011 auf 2012 um 8,3 Prozent gesteigert. In ganz Asien seien die Rüstungsetats um durchschnittlich knapp fünf Prozent auf insgesamt 287,4 Milliarden Dollar gewachsen. Gleichzeitig seien die Militärausgaben in Europa wegen Einsparungen auf das Niveau von 2006 geschrumpft.

Dominierende Militärmacht bleiben der Studie zufolge die USA, deren Verteidigungsausgaben 45,3 Prozent der weltweiten Aufwendungen in dem Bereich ausmachten. "China liegt bei den Militärausgaben inzwischen klar auf Platz zwei weltweit", erklärte das IISS. Wenn das Wirtschaftswachstum dort anhalte, könne es die USA zwischen 2025 und 2028 einholen.

Nordkorea, das im Februar seinen dritten Atomtest unternommen hatte, baue sein Militär weiter aus, erklärte das IISS. Das Land verfüge inzwischen über ausreichend Plutonium für vier bis zwölf Atomwaffen. Mit seinem Programm zur Anreicherung von Uran könne das isolierte Land außerdem spaltbares Material für ein bis zwei weitere Atombomben pro Jahr erzeugen. Zudem  verfüge Nordkorea über Kurz- und Mittelstreckenraketen sowie das drittgrößte Chemiewaffen-Arsenal der Welt und vermutlich auch biologische Kampfstoffe.

Quelle: n-tv.de

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