Kurznachrichten

Unter Auflagen: Asklepios darf Anteil an Rhön-Klinikum aufstocken

Angaben aus Insiderkreisen zufolge darf der Krankenhauskonzern Asklepios seinen Anteil am Konkurrenten Rhön-Klinikum auf über zehn Prozent aufstocken. Demnach habe das Kartellamt unter Auflagen grünes Licht gegeben.

Dabei sollen unter anderem die Krankenhäuser in Goslar im Harz abgegeben werden. Eine Stellungnahme seitens des Kartellamtes wurde zunächst abgelehnt.

Die Entscheidung war in der Branche mit Spannung erwartet worden, da Asklepios im vergangenen Jahr durch seinen Einstieg bei Rhön die Übernahme der fränkischen Klinikkette durch den Gesundheitskonzern Fresenius blockiert hatte. Mit einem Anteil von mehr als zehn Prozent könnte Asklepios eine Übernahme von Rhön dauerhaft verhindern, da bei der fränkischen Klinikkette laut Satzung mehr als 90 Prozent Zustimmung für wichtige Entscheidungen notwendig sind.

Rhön-Gründer und -Großaktionär Eugen Münch hat mehrfach betont, dass er weiter einen großen Zusammenschluss anpeilt, um einen Konzern mit einem deutschlandweiten Kliniknetz zu schaffen. Neben Asklepios haben auch zahlreiche andere Branchenunternehmen Einfluss darauf, ob es zu einer Übernahme von Rhön-Klinikum kommt. Fresenius und der Krankenhauszulieferer B.Braun sind mit gut fünf Prozent an Rhön beteiligt, auch die Eigentümer des Konkurrenten Sana halten Finanzkreisen zufolge ein beträchtliches Aktienpaket an Rhön.

Quelle: n-tv.de

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