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Mittwoch, 21. September 2016

Rückbau von AKW Krümmel: Atomaufsicht genehmigt Räumung von Lagerbecken

Das 2009 abgeschaltete Atomkraftwerk im schleswig-holsteinischen Krümmel ist dem anvisierten Rückbau ein Stück näher gekommen. Wie das Umweltministerium in Kiel mitteilte, erteilte die Atomaufsicht die Genehmigung zur Räumung des Lagerbeckens für Brennelemente.

Die Betreibergesellschaft Vattenfall könne nun die Brennelemente aus dem Becken holen, in Castorbehälter verladen und in ein Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände transportieren. Im Lagerbecken befinden sich den Angaben zufolge 990 abgebrannte Brennelemente. Ein Castorbehälter fasst demnach bis zu 52 Elemente. Vattenfall habe zunächst für insgesamt acht Castoren Genehmigungen für Beladung, Transport und Einlagerung beantragt.

Die Atomaufsicht prüfe für jeden Behälter gesondert "die konkrete Beladungskonfiguration und die Einhaltung der atomrechtlichen Anforderungen", erklärte das Ministerium. "Mit der Brennelementefreiheit wird eine der notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um mit dem Rückbau des Kernkraftwerks zu beginnen", hieß es weiter.

Bis wann die 990 Elemente im Standortzwischenlager untergebracht sein könnten, lasse sich noch nicht genau abschätzen. Insgesamt würden in Krümmel mindestens 20 Castoren benötigt. Da von Nass- zu Trockenlagerung übergegangen werde, müssten die Castoren vor der Einlagerung getrocknet werden.

Quelle: n-tv.de

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