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Geplanter Prozess gegen Ex-SS-Mann: Auschwitz-Überlebende will aussagen

In dem geplanten Prozess in Hannover gegen einen ehemaligen Helfer der Waffen SS in Auschwitz will die Überlebende Eva Pusztai den Horror des Vernichtungslagers schildern.

Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft dem 93-jährigen Angeklagten vor, 1944 im Vernichtungslager Auschwitz zurückgelassenes Gepäck angekommener Häftlinge durchwühlt und weggeschafft zu haben. Dadurch habe er das systematische Morden unterstützt. Über die Eröffnung des Verfahrens muss das Landgericht Lüneburg noch entscheiden.

Nach Worten des Exekutiv-Vizepräsidenten des Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, kommt der Prozess "Jahrzehnte zu spät". Der 93-Jährige habe die wichtigsten Jahre seines Lebens in Frieden und Freiheit inmitten der Gesellschaft verbracht, bedauerte er bei einem Aufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz. Auch Pusztai kritisierte die deutsche Justiz: "Wir sind in der Vergangenheit im Blick auf die Gerechtigkeit, die uns zusteht, von Deutschland bitter enttäuscht worden."

Auschwitz-Birkenau war das größte der deutschen Vernichtungslager, in dem mehr als eine Million meist jüdischer Häftlinge ermordet wurde.

Quelle: n-tv.de

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