Kurznachrichten

Japan vor der Parlamentswahl: Austrittswelle bei japanischer Regierungspartei

Kurz vor Neuwahlen zum japanischen Parlament herrscht in der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) Untergangsstimmung. Nach der überraschenden Ankündigung von Partei- und Regierungschef Yoshihiko Noda, die Unterhauswahlen auf den 16. Dezember vorzuverlegen, wollen gleich mehrere Abgeordnete die Partei verlassen.

Dies berichteten Medien am Donnerstag. Schon zuvor hatten viele aus Protest gegen Nodas Politik der Partei den Rücken gekehrt. Der 55-jährige Noda, der die Regierung seit gut einem Jahr führt, hatte sich am Vortag bereiterklärt, an diesem Freitag das Unterhaus aufzulösen und damit den Weg für Neuwahlen freizumachen. Als Bedingung dafür rang er seinem Widersacher Shinzo Abe, dem Vorsitzenden der Liberaldemokratischen Partei (LDP), das Versprechen ab, einer Reform des Wahlrechts zuzustimmen.

Viele in Nodas Partei sind angesichts katastrophaler Umfragewerte gegen frühe Wahlen. Die Wahlen würden regulär ein halbes Jahr später stattfinden. Die von der DPJ erst vor drei Jahren von der Macht verdrängte LDP macht sich berechtigte Hoffnungen, bald wieder die Regierungsverantwortung zu übernehmen.

Quelle: n-tv.de

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