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Auto Verkehr: Studie: Autos werden immer länger, breiter, höher

Zwickau (dpa) - Die Parklücken sind gleich groß geblieben - aber viele Autos haben in den vergangenen Jahren an Länge und Breite zugelegt. Damit wachsen auch die Probleme vieler Autofahrer im Parkhaus.

«Die Lücke ist zu klein» - der ADAC-Parkhaustest bestätigt das Dilemma vieler Autofahrer. Nicht immer muss das an einem neben der Spur stehenden Nebenmann liegen. Im Unterschied zu den konstant gebliebenen Vorgaben für den Umfang eines Parkplatzes in den «Garagenverordnungen» der Bundesländer hat die Größe der Autos in den vergangenen Jahren rasant zugelegt. Verlässliche Daten lieferte dazu eine bereits zu Jahresbeginn veröffentlichte Studie von Verkehrswissenschaftlern aus Braunschweig und Zwickau, die dazu vom Bundesverband Parken beauftragt worden waren.

Die Experten um den Chef des Instituts für Verkehrssystemtechnik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, Prof. Andreas Schuster, fanden durch die Untersuchung neu zugelassener Autos heraus, dass sich deren «geometrische Kenndaten» zwischen 2000 bis 2010 deutlich verändert haben. Demnach sind die Autos in diesem Zeitraum im Durchschnitt 19 Zentimeter länger, 15 Zentimeter breiter und 25 Zentimeter höher geworden.

Dabei handelt sich um die Maße eines sogenannten Bemessungs-Pkw, die nur noch von 15 Prozent der gesamten Fahrzeugflotte überschritten werden. Am ehesten nahe kommt er einem Mercedes C-Klasse, hieß es. Als Ursache für die Entwicklung gilt auch das zunehmende Aufkommen von Vans und Sport Utility Vehicles (SUV).

Nach Ansicht der Verkehrswissenschaftler gibt es zwei mögliche Konsequenzen: Ohne Änderung der Vorschriften könnte sich der Markt vielleicht selbst regulieren, indem verstärkt kleinere Autos gekauft werden. Oder aber die Länder ändern ihre «Garagenverordnungen» entsprechend und das Parken wird wieder komfortabler - zumindest bis die nächstgrößere Fahrzeugflotte auf den Markt kommt. Für die seien die bisherigen Größenvorgaben in den Parkhäusern «nicht mehr geeignet», warnen die Wissenschaftler.

Quelle: n-tv.de