Kurznachrichten

Karlsruher Bausparkasse: Badenia zu Schadenersatz verurteilt

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Bausparkasse Badenia zu einer Schadensersatzzahlung von 110 000 Euro verurteilt. Das Geld wurde zwei Käufern sogenannter Schrottimmobilien zugesprochen, die Bausparkasse erhält im Gegenzug die Wohnung zurück.

Das Paar sei über die Höhe der anfallenden Provisionen bei der Vermittlung der kreditfinanzierten Immobilie «arglistig getäuscht» worden, urteilten die Richter. (Az.:  17 U 236/11 ). Mit dem Urteil widersprach das Oberlandesgericht einem Urteil des Landgerichts Karlsruhe, wonach die Ansprüche der beiden Kläger verjährt seien.

Badenia hatte in den 90er-Jahren bundesweit mehr als 7000 Immobilienverkäufe einer Vermittlerfirma mit Krediten finanziert. Zahlreiche Kunden fühlten sich von den Vermittlern geprellt. Der Bundesgerichtshof hatte zuvor in mehreren Fällen entschieden, dass die Badenia ihre Kunden nicht ausreichend informiert habe.

Beim Senat des OLG sind derzeit noch etwa 75 Berufungsverfahren anhängig, in denen über die Verjährung gestritten wird. Nächster Verhandlungstermin für acht Schadensersatzklagen ist im Januar kommenden Jahres. Insgesamt muss die Badenia sich noch in knapp 600 Prozessen verantworten.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen