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FDP-Parteitag am Wochenende: Bahr will ins Präsidium

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will sich auf dem FDP-Parteitag am Wochenende auf einen Posten im Präsidium bewerben. «Ich will dazu beitragen, dass die FDP sich mehr mit dem politischen Gegner als mit sich selbst beschäftigt», sagte der FDP-Politiker am Donnerstag zu «Spiegel Online».

Bahr tritt mit seiner Bewerbung in Konkurrenz zu Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel und Schleswig-Holsteins Fraktionschef Wolfgang Kubicki, die ebenfalls Beisitzer im Präsidium werden wollen. Beim Berliner Parteitag dürfte es somit zu Kampfkandidaturen der drei FDP-Politiker kommen, und zwar wegen des ungewissen Ausgangs bei den Wahlen für die stellvertretenden Vorsitzenden.

Denn um die drei Posten eines Vizeparteichefs bewerben sich nach bisherigem Stand vier Politiker: Die frühere Fraktionschefin Birgit Homburger, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sowie die Landeschefs in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, Holger Zastrow und Christian Lindner. Der Verlierer dieses Wahlgangs wird möglicherweise als Beisitzer kandidieren, damit gäbe es dann auch eine Kampfkandidatur von vier Kandidaten für drei Posten.

Bahr gehört wegen seines Ministerpostens bereits jetzt als beratendes Mitglied dem Präsidium an. Niebel steht seit seiner Kritik an FDP-Parteichef Philipp Rösler und dem Zustand der FDP auf dem Dreikönigstreffen intern in der Kritik. Er ist Spitzenkandidat der Liberalen für die Bundestagswahl in Baden-Württemberg und auch derzeit schon Beisitzer im Präsidium. Auch Kubicki hat in der Vergangenheit wiederholt zum Teil scharfe Kritik am Erscheinungsbild der Partei geäußert und damit Unmut bei den Liberalen ausgelöst.

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Quelle: n-tv.de

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