Kurznachrichten

Verhandlungen mit Öcalan: Baldige Waffenniederlegung der PKK-Rebellen möglich

Einem Bericht der türkischen Tageszeitung «Hürriyet» vom Dienstag zufolge, werden die kurdischen PKK-Rebellen in Kürze eine Feuerpause verkünden und beginnen, ihre Waffen abzugeben.

Demnach sei dies das Ergebnis der seit Dezember geführten Verhandlungen mit Abdullah Öcalan, dem inhaftierten Anführer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Eine Bestätigung von offizieller Seite blieb vorerst aus.

Schon im Februar werde die verbotene PKK nach einem entsprechenden Aufruf von Öcalan den Waffenstillstand verkünden, schreibt «Hürriyet». Als vertrauenbildende Maßnahme würden zunächst hundert kurdische Kämpfer nach der Schneeschmelze im bergigen Grenzgebiet zum Nordirak ihre Waffen abgeben. Die PKK-Kämpfer seien dann bereit, türkisches Territorium zu verlassen. Führende Vertreter des türkischen Geheimdienste MIT würden in Kürze im Nordirak mit dem Militärkommando der PKK weitere Details aushandeln, so Hürriyet.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den kurdischen Rebellen letzte Woche einen friedlichen Abzug aus der Türkei angeboten. Wenn die Rebellen nicht in der Türkei bleiben wollten, dann könnten sie in andere Länder gehen. Der türkische Geheimdienst MIT verhandelt im Auftrag der Erdogan-Regierung seit Dezember mit dem seit 1999 inhaftierten Öcalan über eine friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts, der seit 1984 schätzungsweise 45.000 Todesopfer forderte.

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Quelle: n-tv.de

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