Kurznachrichten

Irland und Portugal: Barthle warnt vor zu großen Zugeständnissen

Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle (CDU), hat im Bundestag vor zu großen Zugeständnissen an die kriselnden Euro-Länder Irland und Portugal gewarnt.

«Eine deutliche Verlängerung der durchschnittlichen Kreditlaufzeit wäre genau das falsche Signal», erklärte Barthle am Donnerstag in Berlin. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bundestag dem zustimmen würde.»  

Die EU-Finanzminister hatten vor wenigen Tagen grundsätzlich beschlossen, Irland und Portugal einen Aufschub bei der Rückzahlung ihrer Hilfskredite einräumen zu wollen. Die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) soll jetzt die Optionen ausarbeiten. Durch mehr Zeit bei der Rückzahlung der internationalen Hilfsgelder soll den beiden Ländern geholfen werden, wenn sie sich nach Ablauf ihrer Hilfsprogramme wieder selbst an den Märkten mit Geld versorgen müssen.

Barthle erklärte weiter, dass kleinere Anpassungen sinnvoll sein könnten, um den Ländern den Weg zurück an die Finanzmärkte zu erleichtern. Es sei aber entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Euro-Stabilisierungsmaßnahmen, «dass Zusagen und Abmachungen eingehalten werden.»

Quelle: n-tv.de

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