Kurznachrichten

Münsteraner Dämmstofffirma: Bereits sechs Angebote für Armacell

Der zum Verkauf stehende Weltmarktführer für flexible Dämmstoffe, die Münsteraner Firma Armacell, stößt bei Investoren auf großes Interesse. Demnach habe der Armacell-Besitzer, der arabische Finanzinvestor Investcorp, bereits sechs vorläufige Angebote für das Unternehmen erhalten.

Das sagten zwei mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Zu den Bietern gehörten demnach die Finanzinvestoren Charterhouse, Pamplona, Equistone, HgCapital, Goldman Sachs Private Equity sowie ein Baumaterialien-Hersteller aus den USA. Verbindliche Offerten müssten bis Mitte März abgegeben werden.

Armacell dämmt mit flexiblen Schläuchen und Platten aus geschäumtem Kautschuk Rohrleitungen und Lüftungskanäle etwa in Fabriken oder Schulen. Die Firma profitiert vom Trend zur Energieeffizienz und beschäftigt in 19 Werken weltweit 2500 Mitarbeiter. Seit dem Einstieg von Investcorp vor rund sieben Jahren ist der Jahresumsatz um etwa die Hälfte auf 440 Millionen Euro gestiegen. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 70 Millionen Euro.   

Die Angebote bewerten Armacell den Insidern zufolge mit 400 bis 500 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zu Wettbewerbern eher günstig. Die werden nach den Aussagen von Armacell-Chef Patrick Mathieu mit dem sieben- bis elffachen des Ebitda bewertet, was einen Preis von 490 bis 630 Millionen Euro für die Firma rechtfertigen würde. Dennoch dürfte die im Inselstaat Bahrain ansässige Investcorp einen Gewinn aus ihrem Investment erzielen: Medienberichten zufolge hatte die Firma 2006 für Armacell 350 bis 400 Millionen Euro bezahlt.

Quelle: n-tv.de

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