Kurznachrichten

Deutsche Top-Investmentbankerin: Blessing kehrt Goldman Sachs den Rücken

Dorothee Blessing, eine der wenigen Top-Investmentbankerinnen in Deutschland, zieht sich mit 45 Jahren aus der US-Investmentbank Goldman Sachs zurück.

Die Nummer zwei der Bank in Deutschland und Österreich habe sich entschlossen, die Bank nach 20 Jahren zu verlassen, hieß es in einem internen Memo, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag. Nach Informationen aus Finanzkreisen will sie ihre Aufgaben bis Mitte des Jahres übergeben.

Dorothee Blessing, Ehefrau von Commerzbank -Chef Martin Blessing, war 1992 bei Goldman Sachs als Finanzanalystin eingestiegen. 2005 stieg sie zur Partnerin auf - ein Rang, den in Deutschland zurzeit nur acht Goldman-Mitarbeiter innehaben. "Sie hat eine Schlüsselrolle beim Aufbau der deutschen Niederlassung gespielt (...) und viele bedeutende Transaktionen begleitet", heißt es in dem Schreiben.

Auch das "Manager Magazin" berichtete über die Personalie. Blessing werde sich aber nicht ins Privatleben zurückziehen, wurde in ihrem Umfeld betont. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Investmentbanking wolle sie sich Zeit nehmen zu überlegen, was sie in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens machen wolle. "Sie will nochmal richtig durchstarten", sagte ein Vertrauter.

Dorothee Blessing, die drei Kinder hat, kommt aus einer Familie von Bankern: Ihr Vater Paul Wieandt leitete unter anderem die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), ihr Bruder Axel Wieandt arbeitete lange Jahre für die Deutsche Bank  und führte zeitweise den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE). Dorothee Blessing führt das deutsche Investmentbanking bei Goldman Sachs zurzeit zusammen mit Wolfgang Fink. Deutschland-Chef ist Alexander Dibelius.

Quelle: n-tv.de

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