Kurznachrichten

Stahlkonzern CSN: Brasilianer könnten sich für Thyssen-Werke verbünden

Einem Zeitungsbericht zufolge könnte der brasilianische Stahlkonzern CSN für den Kauf der amerikanischen ThyssenKrupp-Stahlwerke womöglich Hilfe vom Staat erhalten. Die staatliche Entwicklungsbank BNDES  könnte dem Unternehmen mit vier Milliarden Real (zwei Milliarden Dollar) aushelfen.

Das berichtete die Zeitung "Valor Economico" am Dienstag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Die Regierung würde einen Erwerb der Werke durch CSN begrüßen. Der Deal könne bis Ende März über die Bühne gehen. ThyssenKrupp wollte sich dazu ebenso wenig äußern wie die Bank und CSN. Die ThyssenKrupp-Aktie war mit einem Plus von zeitweise 2,2 Prozent der größte Gewinner im Dax.

Der Zeitung zufolge könnte der Deal Grundlage dafür sein, in Brasilien einen neuen Konzern zu schmieden. In diesen könnten die Stahlsparte von CSN und die Stahlwerke von ThyssenKrupp in Brasilien und den USA eingehen. An dem neuen Konzern könnte neben der Entwicklungsbank und CSN auch der brasilianische Rohstoffkonzern Vale beteiligt werden. Vale hält 27 Prozent der Anteile des ThyssenKrupp-Werks in Brasilien.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger will das Werk und ein weiteres im US-Bundesstaat Alabama so schnell wie möglich abstoßen. Die Anlagen stehen nach hohen Abschreibungen noch mit 3,9 Milliarden Euro in den Büchern. Ein Insider hatte vor zwei Wochen gesagt, dass CSN 3,8 Milliarden Dollar für das  Thyssen-Stahlwerk in den USA und die Mehrheit an der  brasilianischen Anlage zahlen wolle. "Die Prüfung der Bücher soll bis Mitte Februar abgeschlossen werden, verbindliche Angebote werden Ende Februar erwartet", hatte der mit der Angelegenheit vertraute Banker damals hinzugefügt.

Quelle: n-tv.de

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