Kurznachrichten

Lürssen-Gruppe: Bremer Unternehmen übernimmt insolvente Peene-Werft

Die Bremer Lürssen-Gruppe hat den Zuschlag für den Kauf der insolventen Peene-Werft im vorpommerschen Wolgast erhalten. Der Gläubigerausschuss habe die Übernahme am Montag abgesegnet, so Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann am Montag. Das Unternehmen zahlt weniger als 20 Millionen für das Wolgaster Schiffbauunternehmen.

360 der derzeit noch rund 400 Arbeitsplätze sollten erhalten bleiben. Zudem würden alle 65 Auszubildenden der Werft übernommen und deren Ausbildung fortgesetzt. 110 Beschäftigte waren bereits in eine Transfergesellschaft gewechselt.

Das Bremer Unternehmen arbeitet bereits beim Bau der Fregatten F 125 für die Bundesmarine mit dem Wolgaster Schiffbauunternehmen zusammen. Mit der Peene-Werft, der ehemals größtem Militärwerft der DDR, steigt die Lürssen-Gruppe zu Deutschlands größtem Anbieter von Marine-Überwasserschiffen auf.

Mit dem Verkauf wird der Verbund mit der Volkswerft gelöst. Für die ebenfalls insolvente Schwesterwerft in Stralsund, auf der zwei wegen technischer Probleme nicht verkaufte Fähren für Scandlines gebaut wurden, gebe es mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland, berichtete Brinkmann.

Die P+S Werften mit insgesamt knapp 2000 Beschäftigten waren in finanzielle Schieflage geraten, nachdem sie sich mit Aufträgen übernommen hatten und absehbar war, dass Schiffe nicht rechtzeitig fertig werden konnten. Daraufhin stoppten Bund und Land die Zahlung von Rettungshilfen. Als die Abnehmer der Schiffe, darunter als größte die Reedereien Scandlines und DFDS, nach der Darstellung von P+S zu keinen Zugeständnissen bereit waren, musste das Schiffbauunternehmen im August Insolvenz anmelden.

Quelle: n-tv.de

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