Kurznachrichten

Preis für CO2-Zertifikate auf neuem Tief: Brüssel drängt Länder zum Eingreifen

Angesichts extrem niedriger Preise für die Luftverschmutzung im Rahmen des Emissionshandels (EHS) drängt Brüssel EU-Regierungen und Europaparlament zum Handeln.

«Wir können uns zurücklehnen und nichts tun und warten, dass der Markt zusammenbricht, oder wir können handeln», sagte der Sprecher von Klimakommissarin Connie Hedegaard am Montag in Brüssel. Deutschland und weitere wichtige Länder hätten sich noch nicht entschieden, ob sie den Vorschlag zum künstlichen Hochtreiben des Preises der CO2-Zertifikate annehmen.

Hedegaard hatte im November vorgeschlagen, 900 Millionen CO2-Zertifikate mehrere Jahre später als bislang geplant zu versteigern. So sollen auf dem Markt weniger Scheine gehandelt werden und diese dadurch teurer werden. Für diesen Schritt braucht Brüssel grünes Licht von Europaparlament und Regierungen.

Die Unternehmen in der EU müssen für jede Tonne CO2, die sie in die Luft blasen, EHS-Scheine vorweisen. So sollen sie zu weniger Emissionen angehalten werden. Ist der Preis der Scheine zu niedrig, geht das Kalkül aber nicht auf, mahnte die Kommission. Am Montag erreichte der Preis für ein Zertifikat das Rekordtief von 5,10 Euro - 2008 hatte er einmal um die 36 Euro gelegen.

Quelle: n-tv.de

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