Kurznachrichten

Kapitalmarkt: Bund spült mit Null-Zins-Anleihe Milliarden in die Staatskasse

Mithilfe einer Null-Zins-Anleihe konnte der Bund problemlos frisches Geld am Kapitalmarkt einsammeln. Die mit dem Schuldenmanagement betraute Finanzagentur teilte mit, dass die Auktion neuer Bundesschatzanweisungen mit zweijähriger Laufzeit am Mittwoch mehr als 4,3 Milliarden Euro in die Staatskasse gespült hat.

Obwohl die Rendite mit 0,02 Prozent sogar negativ war, zog die Nachfrage nach den Wertpapieren an: Sie summierte sich auf 8,4 Milliarden Euro, womit die Auktion 1,9-fach überzeichnet war. Die vorangegangene Neuemission im August war lediglich 1,5-fach überzeichnet.

"Die Nachfrage nach Sicherheit bleibt sehr stark", sagte Commerzbank-Analyst Michael Leister. Dies sei vor allem der nach wie vor unsicheren Lage in Spanien und Griechenland zuzuschreiben. Andere Experten verwiesen auf die Sorge, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal schrumpfen könnte. Das ließe Anleger vor Unternehmensanleihen und Aktien zurückschrecken, was deutsche Staatsanleihen wieder populärer mache.

Die Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik wurde von allen drei großen Ratingagenturen mit der Bestnote "AAA" bewertet, Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Ruf als sicherer Hafen. Auf der Suche nach einem sicheren Parkplatz für ihr Geld begnügen sich Anleger mit Mini-Zinsen oder zahlen gar eine Prämie, um in den Besitz von Bundeswertpapieren zu kommen.

Quelle: n-tv.de

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