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Nach CDU-Wahlniederlage in Niedersachsen: CDU-Politiker warnen vor Zweitstimmenkampagne

Nach der Niederlage in Niedersachsen haben sich mehrere CDU-Politiker dafür ausgesprochen, dass die Union im Bundestagswahlkampf wieder stärker für eigene Stimmen werben muss.

"Wir werden um jede Wählerstimme kämpfen müssen", sagte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht am Montag vor dem CDU-Bundespräsidium in Berlin. Auch der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Armin Laschet betonte, es komme im Bundestagswahlkampf darauf an, stärker CDU-spezifische Themen nach vorne zu stellen. Man müsse vermeiden, dass der Eindruck einer Leihstimmenkampagne aufkomme.

Hintergrund ist, dass die FDP bei der Niedersachsenwahl am Sonntag auch deshalb auf 9,9 Prozent hochschnellte, weil es in der CDU immer wieder Andeutungen gab, man müsse die FDP wählen, um Ministerpräsident David McAllister im Amt zu halten. "Die FDP wird im letzten Augenblick immer rein kommen", sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger jedoch.

Alle drei CDU-Politiker betonten, der knappe Wahlausgang zeige jedoch, dass Schwarz-Gelb anders als noch 2012 erwartet bei der Bundestagswahl eine Chance habe, wiedergewählt zu werden. Nur die Popularität von CDU-Chefin Angela Merkel habe das Rennen in Niedersachsen nach einer klaren Führung von Rot-Grün in den Umfragen vor einigen Monaten überhaupt wieder offen gestaltet, sagte Oettinger.

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Quelle: n-tv.de

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