Kurznachrichten

Großbritannien: Cameron denkt über Bewaffnung syrischer Rebellen nach

Großbritanniens Premierminister David Cameron denkt nach britischen Medienberichten über eine Bewaffnung der Rebellen in Syrien nach. Der Premierminister möchte in der Syrien-Frage «bisher abgelehnte Maßnahmen» auf den Tisch bringen, sagte ein Regierungsbeamter gegenüber der Nachrichtenagentur PA.

Waffenlieferungen an die Opposition sind von der EU derzeit nicht zugelassen. Die Rebellen dürfen von EU-Ländern nur mit Ausrüstung unterstützt werden, wenn dies humanitären Zwecken dient. Deshalb sei von London derzeit nicht an eine «direkte Belieferung» gedacht.

Cameron hatte am Mittwoch ein syrisches Flüchtlingscamp in Jordanien besucht und sich aus erster Hand über die verheerende humanitäre Situation in Syrien informiert. London hat danach den Kontakt zu syrischen Oppositionsgruppen auf diplomatischer Ebene hergestellt.

«Wir sehen das jetzt seit 20 Monaten», zitierte die britische Agentur den Downing-Street-Beamten weiter. «Es gibt ein Gefühl der Frustration, dass wir der Gewalt kein Ende setzen konnten.» Cameron wolle auf «Dinge zurückkommen, die vor einem Jahr schon einmal auf dem Tisch waren, die wir aber damals noch nicht tun wollten.» Der Beamte ergänzte: «Wir haben nichts ausgeschlossen, aber auch keine Entscheidung getroffen - alles soll auf den Tisch.»

Quelle: n-tv.de

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