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Inselstreit zwischen China und Japan: Chinesisches Militärmanöver verstärkt Konflikt

Der seit Wochen andauernde Streit zwischen Japan und China scheint sich durch ein Militärmanöver im ostchinesischen Meer weiter zu verschärfen.

Angekündigt wurde das Manöver auf der Website des chinesischen Verteidigungsministers. Er nannte es eine Übung zur Wahrung der territorialen Souveränität der Volksrepublik. Wenige Tage zuvor berichteten die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji, Japan und die USA wollten im November die Rückeroberung einer Insel simulieren.

Im Streit zwischen den beiden Ländern geht es um fünf Inseln im ostchinesischen Meer. Vier der Inseln befanden sich bisher in Privatbesitz, die fünfte Insel gehört der Stadt Tokio. Im September kaufte die japanische Regierung drei der Inseln. Daraufhin kam es in China zu teilweise gewaltsamen Demonstrationen und Aufrufen zum Boykott japanischer Produkte. Der Boykott schlägt sich bereits beidseitig in der Wirtschaft nieder, wie Japanische Autohersteller eine chinesische Fluggesellschaft berichten.

Die Inselgruppe ist für beide Staaten von strategischer Bedeutung. Unter dem Meeresboden werden Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Quelle: n-tv.de

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