LiteraturAutorin Juli Zeh: E-Books sind zu teuer
Hamburg (dpa) - Schriftstellerin Juli Zeh («Spieltrieb», «Corpus Delicti») findet E-Books zu teuer. Durch überhöhte Preise erziehe man die Verbraucher zum Klauen, sagte die 37-Jährige der Wochenzeitung «Die Zeit».
Hamburg (dpa) - Schriftstellerin Juli Zeh («Spieltrieb», «Corpus Delicti») findet E-Books zu teuer. Durch überhöhte Preise erziehe man die Verbraucher zum Klauen, sagte die 37-Jährige der Wochenzeitung «Die Zeit».
«Sie sind nicht bereit, für ein E-Book mehr als 20 Euro auszugeben, also machen sie Raubkopien. Die kriminelle Energie entsteht erst durch das Gefühl, abgezockt zu werden, und deshalb wäre es schlau, E-Books billiger anzubieten.»
Wer im Internet eine Datei kaufe, dem sei sie nicht so viel wert, wie die Verlage verlangen - auch weil sie mit Kopierschutz belegt sei. «Man kann sie nicht einfach dem besten Freund leihen wie das gute alte Buch. Nach dem Motto: Reich mir mal das E-Book rüber.» Zur Debatte um eine Lockerung des Urheberrechts sagte Zeh: «Ich stehe eher auf der Seite derer, die das Internet verteidigen. Aber ich bin trotzdem gegen das Raubkopieren. Beides kann man nämlich zusammendenken. Leider kapiert das momentan keiner.»