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Computer Internet USA: Cisco verkauft mehr Netzwerk-Technik

San Jose (dpa) - Während andere Hardware-Hersteller über maue Geschäfte klagen, geht es für den weltgrößten Netzwerk-Ausrüster Cisco Systems aufwärts. Im jüngsten Geschäftsquartal (bis Ende Oktober) stieg der Umsatz des kalifornischen Unternehmens um 6 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar.

Der Gewinn legte dank Kostensenkungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 18 Prozent zu auf unterm Strich 2,1 Milliarden Dollar (1,7 Mrd Euro). «Wir haben Rekordergebnisse in diesem Quartal eingefahren», erklärte Konzernchef John Chambers am Dienstag am Firmensitz in San Jose. Cisco profitiere davon, dass Cloud- und Video-Angebote sowie das mobile Internet immer wichtiger würden. Das Unternehmen stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Cisco-Technik steckt in den meisten Firmen-Netzwerken und sorgt dafür, dass das Internet läuft.

Cisco profitiert somit auch von der steigenden Beliebtheit von Smartphones und Tablet-Computern - ganz anders als PC-Hersteller, denen die Kunden wegbleiben. Erst vor drei Monaten hatte Cisco seine Dividende beinahe verdoppelt. Die Aktionäre zeigten sich auch jetzt mit dem Abschneiden zufrieden: Nachbörslich stieg die Aktie um mehr als 7 Prozent.

Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass Cisco der Prügelknabe der Börse war. Die Investoren waren mit den Gewinnen unzufrieden. Chambers stieß daraufhin einen Umbau an, dem unprofitable Geschäftszweige und Tausende Mitarbeiter zum Opfer fielen. Cisco profitiert jetzt vor allem von dem Trend, dass Firmen und Privatpersonen ihre Anwendungen, Daten und IT-Dienstleistungen in die Cloud verlagern, also auf große Rechner im Internet.

Quelle: n-tv.de