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Internet Sicherheit Medien: Eltern oft ahnungslos über Online-Aktivitäten ihrer Kinder

München/Berlin (dpa) - Eltern wissen einer aktuellen Studie zufolge kaum darüber Bescheid, was ihre jugendlichen Kinder online alles so treiben. Es gebe eine alarmierende Diskrepanz zwischen dem, was Teenager im Internet machen und was ihre Eltern tatsächlich darüber wissen, teilte der IT-Sicherheitsdienstleister McAfee am Mittwoch mit.

Drei Viertel aller europäischen Teenager haben demnach Online-Geheimnisse. 41,7 Prozent der jungen Leute gestanden in der Studie, dass sie Webseiten besuchen, die ihre Eltern nicht erlauben würden. 60 Prozent der Eltern seien allerdings davon überzeugt, dass ihre Kinder keine Seiten aufrufen, die sie nicht gutheißen.

Den Ergebnissen zufolge hat sich rund ein Viertel der Jugendlichen in Deutschland schon einmal mit einer Person getroffen, die sie online kennengelernt haben. Einer von drei Jugendlichen hat bereits bewusst nach pornografischen Inhalten gesucht. 53 Prozent der Eltern sind dagegen überzeugt, dass ihre Kinder noch nie auf pornografische Seiten im Netz gestoßen sind.

Europaweit gehen sowohl Jugendliche als auch die Eltern erstaunlich sorglos mit den eigenen Daten um. 27 Prozent der Teenager und 32 Prozent der Eltern gaben an, dass sie ohne Bedenken ihre Nutzernamen online posten. Auch bei der Veröffentlichung der eigenen E-Mail-Adresse haben ein knapp ein Viertel der Eltern und 23 Prozent der Teenager keine Sicherheitsbedenken. Erschreckender Weise hätten 9,5 Prozent der Teenager und 16,7 Prozent der Eltern überhaupt keine Bedenken, detaillierte Angaben über Zeit und Ort eines Treffens zu machen.

«Wir gehen davon aus, dass diese Ergebnisse für einige Eltern alarmierend sind und hoffen, dass sie unverzüglich Vorsorge treffen, um ihre Kinder zu schützen», sagt Hans-Peter Bauer, Europa-Manager von McAfee. «Moderne Teenager sind in der Internet-Welt aufgewachsen und online viel versierter als ihre Eltern.»

Insgesamt hat McAfee für die Studie im Oktober 1200 Teenager in Europa befragt, pro Land jeweils 200 Jugendliche und 200 Eltern.

Quelle: n-tv.de