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Geschichte Medien Internet Deutschland Frankreich: Medien und Online-Dienste würdigen 50 Jahre Élysée-Vertrag

Berlin (dpa) - Das 50-jährige Jubiläum des Élysée-Vertrags nahmen mehrere Medien als Anlass für gemeinsame Projekte und besondere Angebote. Das Spektrum reicht von Tageszeitungen über Nachrichtenagenturen bis hin zum Internetriesen Google.

Die «Süddeutsche Zeitung» brachte ihre Dienstags-Ausgabe zusammen mit der französischen Tageszeitung «Le Monde» heraus. Die Autoren beider Medien tauschten dabei Artikel aus. «Die Kooperation ermöglicht einen außergewöhnlichen Blick auf Frankreich, die Welt und natürlich auf Deutschland selbst», wie es in der Zeitung hieß.

Bei einem gemeinsamen Internetprojekt beschreiben die Nachrichtenagenturen AFP und dpa, wie sich die deutsch-französische Freundschaft Schritt für Schritt entwickelt hat. Dazu zeigen sie, wie sie selbst über wichtige Etappen dieser Geschichte in den vergangenen Jahren berichtet haben.

Mit einem kulinarischen Blick zeigte sueddeutsche.de eine Karte der Heimatregionen von Bundeskanzlern und Staatspräsidenten. Die Karte entstand den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung. Zu Jacques Chirac gab es ein Rezept zur Pariser Zwiebelsuppe, zu Helmut Schmidt Finkenwerder Scholle.

Vier Online-Ausstellungen mit Bildern, Videos und Dokumenten zeigte die Plattform Google Cultural Institute. Unter anderen ging es um den Weg zum Élysée-Vertrag oder das Deutsch-Französische Jugendwerk. Die Ausstellungen wurden zum Beispiel vom Deutsch-Französischen Institut (dfi) und der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) zusammengestellt.

Auf bild.de sollten sich die Nutzer 50 Fragen zu Frankreich stellen. Eine Auswahl: «Wie wird der Citroën 2CV in Deutschland genannt?» oder «Wie heißt die französische Nationalhymne?». Die offizielle Jubiläumsseite von Auswärtigem Amt und französischem Außenministerium rückte Klischees über Franzosen und Deutsche in den Blickpunkt.

Im Südwesten hatten bereits am vergangenen Wochenende drei deutsche und ein französischer Verlag unter dem Titel «Hallo Nachbar, Salut Voisin» eine Sonderbeilage in einer Auflage von knapp 700 000 Exemplaren herausgegeben. Beteiligt waren die «Badischen Neuesten Nachrichten», die «Badische Zeitung», die «Rheinpfalz» und die in Straßburg erscheinende «Dernières Nouvelles d'Alsace».

Und weil ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert ein Foto von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef François Hollande, die sich am gemeinsamen Tisch zuprosten.

Quelle: n-tv.de