Kurznachrichten

Google: «Positive Resonanz» auf Kampagne gegen Leistungsschutzrecht

Berlin - An der Kampagne von Google gegen das umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Deutschland haben sich nach Angaben des Internetkonzerns bislang mehr als 50 000 Bürger als Gegner des geplanten Gesetzes eingetragen.

«Die positive Resonanz aus der Bevölkerung, aber auch von zahlreichen Unternehmen, Verbänden und Politikern übertrifft unsere Erwartungen», sagte Google-Sprecher Ralf Bremer am Montag in Berlin. Bis zum Montagmorgen hätten über 1,2 Millionen Menschen die Seite www.google.de/deinnetz besucht.

Der Entwurf für ein Leistungsschutzrecht (LSR) war am Donnerstag im Bundestag in erster Lesung kontrovers diskutiert und dann in die Fachausschüsse überwiesen worden. Ende Januar wird nun eine erste Anhörung im Rechtsausschuss erwartet. Der Gesetzesentwurf reguliert die Nutzung von Presseartikeln durch Suchmaschinen wie Google oder Bing sowie durch Angebote, die Online-Artikel «aggregieren», also bündeln und aufbereitet darstellen:

Diese müssen künftig von den Verlagen eine Lizenz besorgen, wenn sie Inhalte der Häuser ausführlicher darstellen als in Form eines knappen Links. «Es ist doch selbstverständlich, dass jemand, der einen Inhalt gewerblich nutzt, auch dafür bezahlt», begründete der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) die Forderung nach einem LSR.

Quelle: n-tv.de