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InternetSony-Datenklau: So schützen Verbraucher sich jetzt

28.04.2011, 14:45 Uhr

Bonn/Düsseldorf (dpa/tmn) - Nicht nur Sony-Nutzer sind nach dem Skandal um den Datenklau verunsichert: Was tue ich, wenn meine Daten weg sind? Die wichtigsten Hinweise zum Thema Spam und Kartenmissbrauch sowie Hinweise zum sicheren Online-Shoppen gibt es hier im Überblick.

Bonn/Düsseldorf (dpa/tmn) - Nicht nur Sony-Nutzer sind nach dem Skandal um den Datenklau verunsichert: Was tue ich, wenn meine Daten weg sind? Die wichtigsten Hinweise zum Thema Spam und Kartenmissbrauch sowie Hinweise zum sicheren Online-Shoppen gibt es hier im Überblick.

Spam: Nach dem Datendiebstahl bei Sony könnten Nutzer des PlayStation Network und des Medienservice Qriocity von den Angreifern gezielt lästige oder gar schädliche E-Mails zugesendet bekommen. Sie sollten daher Post von unbekannten Absendern besonders kritisch unter die Lupe nehmen, sagt Nora Basting vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das gelte nicht nur in den kommenden Tagen und Wochen: «Sollte der Datendiebstahl einen kriminellen Hintergrund haben, könnte es sein, dass die Daten eine zeitlang gelagert werden, bevor sie verwendet werden.»

Ein mögliches Angriffsszenario besteht darin, dass Kriminelle sich als Sony-Mitarbeiter ausgeben und Nutzer per fingierter E-Mail auf eine präparierte Website locken. Dort könnten Passwörter oder andere sensible Daten abgefragt werden. Sony hatte nach der Attacke betont, das Unternehmen frage keine Kontodaten oder andere Informationen per E-Mail bei den Kunden ab.

Kartenmissbrauch: Kunden müssen ihre Kreditkarten nicht sperren lassen oder austauschen. Noch stehe nicht zweifelsfrei fest, ob Kreditkartendaten abhanden gekommen seien, sagt Kerstin Altendorf vom Bundesverband Deutscher Banken. Daher könnten sich Verbraucher die mit einer Sperrung oder einem Austausch verbundenen Kosten sparen.

Entsteht durch Missbrauch der Kundendaten ein Schaden, bekommen Betroffene das Geld ersetzt. «In der Regel übernimmt das die Bank, die die Karte herausgegeben hat.» Dafür müssten Verbraucher aber aufmerksam bleiben: «Die Kreditkarten-Abrechnung sollte regelmäßig überprüft werden», empfiehlt Altendorf. Bei Unstimmigkeiten hätten Kunden 60 Tage Zeit, sich mit ihrem Geldinstitut in Verbindung zu setzen. Am Besten sei es aber, sich möglichst bald an die eigene Bank zu wenden, damit der Schaden reguliert werden könne. Die Beweispflicht liege dann bei den Kreditkarteninstituten oder der Bank.

Benutzerkonten: Für Einkäufe im Netz sollten aus Sicherheitsgründen keine Benutzerkonten angelegt werden. Online-Shopping funktioniert oft ohne das Abspeichern einer Bankkonto- oder Kreditkartennummer. «Wenn selbst ein großer Anbieter wie Sony sich nicht vor Attacken schützen kann, sind Daten nirgendwo wirklich sicher», sagt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. «Überlegen sie deshalb genau, wem sie ihre Daten anvertrauen», rät die Expertin. «Und gehen sie im Zweifel lieber auf Nummer sicher.» Das heißt: Entweder gar nicht bei dem Anbieter einkaufen oder die Daten bei jedem Einkauf neu eingeben - auch wenn es nervt.

In dem angegriffenen Playstation Network und den vergleichbaren Online-Game-Shops für Microsofts Xbox und Nintendos Wii können Nutzer auch ohne Kreditkarte einkaufen, wenn sie im Handel Guthabenkarten erwerben. Der auf den Karten aufgedruckte Code muss im Online-Shop eingegeben werden und dem Nutzerkonto wird das Guthaben gutgeschrieben.

Von den Servern des japanischen Elektronikkonzerns waren vergangene Woche Daten von mehr als 70 Millionen Nutzern entwendet worden. Möglicherweise sind auch Kreditkartennummern darunter. Betroffen waren Nutzer des PlayStation Network und des Medienservice Qriocity.

Quelle: dpa

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