Kurznachrichten

Netzausbau : Deutsche Bauern wollen mehr Geld

Berlin - Der Deutsche Bauernverband mobilisiert gegen die Pläne zum Ausbau der Stromfernleitungen im Zuge der Energiewende. Die Anliegen der Landwirte seien von der Bundesnetzagentur völlig unzureichend berücksichtigt worden, erklärte die Interessensvertretung am Dienstag in Berlin.

Die geplanten Entschädigungen für den Trassenbau auf dem Grund der Bauern seien zu gering. Statt einer einmaligen Zahlung sollten die Bauern dauerhaft Geld kassieren, schließlich seien auch die Einschränkungen der Nutzung der Äcker durch Masten und Leitungen zeitlich unbegrenzt. Grundsätzlich müssten Durchschneidungen landwirtschaftlicher Flächen und Betriebe vermieden werden, forderte der Verband.

Am Montag hatte die Bundesnetzagentur ihren überarbeiteten Netzentwicklungsplan (NEP) vorgestellt. Demnach bleiben von ursprünglich vier großen Nord-Süd-Trassen drei übrig. Auch einige andere Leitungen wurden zurückgestellt, so dass jetzt mit gut 2800 Kilometer Neubau rund 1000 Kilometer weniger als zunächst geplant werden. Der Bundesverband der Energiewirtschaft nannte den Netzbau essenziell für die Energiewende und fordert, jede Verzögerung zu vermeiden. Die neuen Leitungen sind nötig, um Windenergie aus Norddeutschland und von hoher See in die Industriegebiete des Südens und Westens zu transportieren.

Quelle: n-tv.de

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