Kurznachrichten

Rückläufige Exporte und Investitionen: Deutsche Wirtschaft schrumpft im vierten Quartal

Rückläufige Exporte und Investitionen haben die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2012 so stark schrumpfen lassen wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise nicht mehr.

Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, gingen allein die Ausfuhren verglichen mit dem Sommer um zwei Prozent zurück und damit so stark wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Die Importe schrumpften ebenfalls, aber nicht so stark. Erstmals seit mehr als einem Jahr belastete damit der Außenhandel die exportverwöhnte Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im Herbst um 0,6 Prozent verglichen mit dem Vorquartal zurück. Damit bestätigten die Statistiker ihre erste Schätzung.

Auch die Investitionen sanken: Für Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen gaben die deutschen Unternehmen zwei Prozent weniger aus als im Vorquartal, in Bauten wurde ebenfalls etwas weniger investiert. Dank des wachsenden Konsums legte die inländische Verwendung insgesamt aber dennoch zu.

 Frühindikatoren der wirtschaftlichen Entwicklung lassen erwarten, dass das BIP bereits im ersten Quartal 2013 wieder steigen wird. So ist das ifo-Geschäftsklima drei Monate in Folge gestiegen. Für Februar - die Daten werden am Vormittag veröffentlicht - wird ein vierter Anstieg erwartet. Beobachter hoffen, dass die Unternehmen wegen der Belebung der Weltwirtschaft und des langsamen Abebbens der Euro-Krise im Jahresverlauf wieder mehr exportieren und deshalb auch investieren werden. Große Hoffnungen ruhen zudem auf der Kauflaune der Verbraucher.

Quelle: n-tv.de

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