Kurznachrichten

Studie : Deutsche halten ihr Land für attraktives Einwanderungsland

Gütersloh, 17. Dezember (AFP) - Die Deutschen halten ihr Land für eines der weltweit attraktivsten Einwanderungsländer - sie selbst stehen Zuwanderung aber kritisch gegenüber. Das geht aus einer Repräsentativumfrage von TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor, die am Montag in Gütersloh veröffentlicht wurde.

Auf die Frage nach den drei attraktivsten Einwanderungsländern nannten demnach 56 Prozent Deutschland, gefolgt von den USA mit 44 Prozent und Frankreich mit 15 Prozent. Zugleich waren jedoch knapp zwei Drittel der Auffassung, Zuwanderung führe zu gesellschaftlichen Problemen.

Nur jeder zweite Deutsche zeigte sich zudem überzeugt, dass Zuwanderer in Deutschland eine freundliche Aufnahme erfahren - der Willkommenskultur stellten die Befragten damit ein eher schlechtes Zeugnis aus. Das stehe in erheblichem Widerspruch zu der Einschätzung, Deutschland sei ein besonders attraktives Zielland für qualifizierte Zuwanderer, betonten die Autoren der Studie. De facto werde Deutschland «von Hochqualifizierten aus Nicht-EU-Ländern gemieden», erklärte der Integrationsexperte der Bertelsmann-Stiftung, Ulrich Kober.

"Deutschland unterschätzt die Bedeutung einer Willkommenskultur und überschätzt seine Attraktivität als Einwanderungsland», betonte Kober. Eine deutlich positivere Haltung zur Zuwanderung zeigten allerdings die jüngeren Befragten unter 29 Jahren. Für sie überwiegen demnach die Vorteile von Zuwanderung: Sie schätzen die Leistungen der bereits länger in Deutschland lebenden Zuwanderer höher ein und sind mehrheitlich für erleichterte Einbürgerungen und Gesetze gegen Benachteiligung von Zuwanderern. Für die Studie befragte TNS Emnid im Oktober bundesweit 1002  Menschen ab 14 Jahren.

Quelle: n-tv.de

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