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AfD-Chef Lucke zur Postenverteilung in der EU-Kommission: Deutsche wurden beim Personalkarussell in Brüssel degradiert

Deutschland ist bei der Postenverteilung in der EU-Kommission nach Ansicht von AfD-Chef Bernd Lucke bewusst brüskiert worden. «Vielleicht ist das eine Retourkutsche von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel», sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

Mit Frankreichs Ex-Finanzminister Pierre Moscovici sei nun jemand zum Kommissar für Wirtschaft und Finanzen ernannt worden, der die Stabilitätskriterien in der Eurozone aufweichen wolle. «Damit steht Moscovici konträr zu dem, was die Bundeskanzlerin will» , fügte Lucke hinzu, der für die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) im Europaparlament sitzt.

Auch die Ernennung des bisherigen deutschen Energiekommissars Günther Oettinger zum Kommissar für Digitalwirtschaft sei ein Schlag ins Gesicht der Bundesregierung, erklärte Lucke. «Oettinger wird eingestuft wie ein Unterabteilungsleiter von Moscovici, auch wenn man ihn offiziell Kommissar nennt», sagte Lucke. Die Europaparlamentarier von Union und SPD sollten die Kommission deshalb ablehnen.

Die Kritik an Merkels Euro-Rettungskurs war in der Anfangsphase der AfD 2013 beherrschendes Thema der rechtskonservativen Partei. Inzwischen sind unter anderem Themen aus dem Bereich Innere Sicherheit hinzugekommen.

Quelle: n-tv.de

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