Kurznachrichten

Statistisches Bundesamt: Deutscher Schuldenberg etwas geschrumpft

Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch zufolge ist der deutsche Schuldenberg leicht geschrumpft. Demnach sanken die Verbindlichkeiten des Staates im dritten Quartal 2012 um 18,3 Milliarden Euro oder 0,9 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr.

Damit waren Bund, Länder und Gemeinden einschließlich aller Extrahaushalte noch mit insgesamt 2,064 Billionen Euro verschuldet. Allerdings sind das 32,9 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Schulden des Bundes sanken binnen Jahresfrist um 10,5 Milliarden Euro auf 1,2828 Billionen Euro. "Dies war wesentlich bedingt durch die Schuldenreduzierung der FMS Wertmanagement", hieß es. Dort wurden die Schrottpapiere der verstaatlichten Immobilienbank HRE ausgelagert, für die der Bund das Risiko trägt.

Die Opposition wirft der Regierung vor, sich auf der lange Zeit guten Konjunktur auszuruhen und allein in diesem Jahr 17 Milliarden Euro neue Schulden aufzutürmen. "Verschlechtert sich die Konjunktur, schnellen auch die zusätzlichen Schulden nach oben", sagte die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, Priska Hinz. "Eigene Sparbemühungen fehlen bis heute."

Die Länder standen mit 648,7 Milliarden Euro in der Kreide, was im Jahresvergleich einem Zuwachs 39,4 Milliarden Euro entspricht. Grund dafür ist vor allem die höhere Verschuldung bei der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA), die das Portfolio der inzwischen aufgelösten WestLB übernommen hat. Für die Verluste muss Nordhrein-Westfalen geradestehen. Die Verschuldung der Gemeinden stieg um vier Milliarden auf 132,7 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de

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