Kurznachrichten

Unionspolitiker kritisiert SPD-Pläne : Doppel-Staatsbürgerschaft wird Wahlkampfthema

Die Union will die von der SPD ins Spiel gebrachte doppelte Staatbürgerschaft für Menschen mit Migrationshintergrund zum Wahlkampfthema machen.

Die Union sehe dauerhafte doppelte Staatsbürgerschaften weiterhin kritisch und werde das Thema «in jedem Fall im Wahlkampf ansprechen», sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) der «Bild"-Zeitung vom Montag.

"In der Praxis würden zahlreiche Probleme entstehen - zum Beispiel bei Auslieferung von Straftätern», warnte Kauder. Er reagierte damit auf die Ankündigung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, im Falle eines rot-grünen Wahlsiegs die dauerhafte doppelte Staatsbürgerschaft einzuführen.

Nach der bisherigen Gesetzesregelung erwirbt ein in Deutschland geborenes Kind, von dem sich ein Elternteil seit acht Jahren rechtmäßig hier aufhält, neben der Staatsangehörigkeit der Eltern zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit. Das Kind muss sich jedoch mit Eintritt der Volljährigkeit zwischen einer von beiden entscheiden. Hat es sich bis zum 23. Lebensjahr nicht entschieden, geht die deutsche Staatsangehörigkeit verloren. Die SPD will ermöglichen, dass beide Staatsbürgerschaften dauerhaft behalten werden können.

Ausführlich
CDU gegen Doppelstaatler

Quelle: n-tv.de

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