Kurznachrichten

Schlagwort Währungskrieg: Draghi nennt Diskussion selbstzerstörerisch

EZB-Chef Mario Draghi hat kurz vor dem Treffen der führenden Industrie und Schwellenländer (G20) Warnungen vor einem Währungskrieg als überzogen angeprangert.

Diese Diskussion sei "unangemessen, fruchtlos und selbst-zerstörerisch", sagte der oberste Hüter des Euro am Freitag in Moskau. Zugleich mahnte er die Staaten, ihre Haushaltsdefizite in Zeiten wirtschaftlicher Flaute nicht ausufern zu lassen: "Wir glauben nicht, dass es nachhaltig ist, Etatdefizite aufzublähen, um damit Nachfrage zu schaffen." Draghi wollte sich zugleich nicht dazu äußern, wie der Wortlaut einer gemeinsamen Erklärung der G20 aussehen könnte.

Die Debatte über einen Abwertungswettlauf hat an Fahrt gewonnen, da Japan mit einer Geldschwemme eine Talfahrt seiner Landeswährung angeschoben und damit die Wettbewerbschancen seiner Firmen im Ausland verbessert hatte. Die Weltbank hat mit Blick auf die Gefahr, dass andere Staaten nachziehen, vor einem heraufziehenden Währungskrieg gewarnt. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung haben sich die sieben führenden Wirtschaftsnationen, zu denen auch Japan gehört, zu freien Wechselkursen bekannt. Bei dem G20-Treffen in Moskau soll das Thema Währungsdumping ebenfalls erörtert werden.

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Quelle: n-tv.de

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