Kurznachrichten

Ausländische Direktinvestitionen : EU-Firmen investieren fünf Billionen Euro in Drittländer

Jüngsten Zahlen zufolge belaufen sich die von EU-Firmen getätigten Direktinvestitionen in Länder außerhalb der Union auf fast fünf Billionen Euro. Ende 2011 standen dieser Summe rund 3,8 Billionen Euro an Direktinvestionen von Firmen aus Drittländern in der EU gegenüber, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte.

2008 waren es noch 3,3 Billionen Euro und 2,5 Billionen Euro gewesen - der Zuwachs belief sich also in beiden Richtungen auf rund 50 Prozent. Den Großteil der ausländischen Direktinvestionen von EU-Firmen in Drittländern machten 2011 solche in den USA aus (rund 1,4 Billionen Euro), gefolgt von Investitionen in der Schweiz (rund 600 Milliarden Euro) und Brasilien (240 Milliarden Euro). Rund 650 Milliarden Euro europäischer Direktinvestitionen flossen in Offshore-Finanzzentren wie den Bahamas; diese Summe schlüsselte Eurostat nicht nach Ländern auf. Auch umgekehrt lagen die USA zum Jahresende 2011 an der Spitze: mit Direktinvestitionen in der EU von etwa 1,35 Billionen Euro.

Die meisten ausländischen Direktinvestitionen tätigen EU-Firmen allerdings laut Eurostat nicht in Drittländern, sondern in anderen Ländern der Union selbst. Ausländische Direktinvestionen sind ein wichtiger Gradmesser für die Globalisierung der Wirtschaft. Sie geben laut Eurostat an, wieviel Geld ein in einem Wirtschaftsraum wie der EU ansässiger Investor langfristig anderswo in eine Firma  investiert und dabei echten Einfluss auf die Geschäfte dort ausübt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen