Kurznachrichten

Transatlantische Freihandelszone: EU will mit USA über neues Abkommen verhandeln

Nach der gestrigen Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Barack Obama will die EU nun Verhandlungen für ein Handels- und Investitionsabkommen mit den USA aufnehmen.

Obama hatte in der Rede den Beginn von Gesprächen über eine umfassende «Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft» mit der Europäischen Union angekündigt. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Handelskommissar Karel De Gucht werden sich am Mittwochmittag in Brüssel zu einem solchen Abkommen äußern. Das teilte die Behörde am Mittwoch in Brüssel ohne weitere Details mit. Die Kommission vertritt die EU in Handelsangelegenheiten und hat damit eine mächtige Stellung.

Der Schritt kommt nicht überraschend. Ende vergangener Woche debattierten die EU-Staats- und Regierungschefs über weltweite Freihandelsabkommen. Die Union verspricht sich von dem Handelspakt unter anderem mehr Wirtschaftswachstum. Die Verhandlungen für solche Abkommen sind in der Regel kompliziert und dauern mehrere Jahre. Deutschland hatte mehrfach deutlich gemacht, ein Freihandelsabkommen mit den USA zu unterstützten.

Auch in Berlin hofft man auf eine baldige Verhandlung. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte am Mittwoch in der Hauptstadt: «Ich hoffe, dass hier zügig Nägel mit Köpfen gemacht werden können.» Mehr Handel und Investitionen könnten auf beiden Seiten des Atlantiks ein «Motor für Wachstum» ohne neue Schulden sein.

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Quelle: n-tv.de

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