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70. Jahrestag der Befreiung: Einwöchiges Auschwitzgedenken in Russland

Vor 70 Jahren befreite die Rote Armee Auschwitz. In ihr dienten auch viele jüdische Soldaten. Zum Jubiläum der Befreiung organisiert Russland zusammen mit dem Jüdischen Kongress (RJK) erstmals eine Gedenkwoche.

 "In den vergangenen Jahren hat der Russische Jüdische Kongress aktiv daran gearbeitet, dass der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts einen nationalen Status erhält", sagte RJK-Präsident Juri Kanner. Am Donnerstag wurde in Moskau im Zentralen Museum des Großen Vaterländischen Krieges die Gedenkwoche eröffnet. Sie dauert bis zum 27. Januar - das ist der Tag, an dem die Sowjetarmee die Menschen aus dem deutschen Vernichtungslager im damals besetzten Polen befreite.

Das Gedenken ist Teil der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Sieges über den Hitler-Faschismus, der in Russland am 9. Mai mit einer großen Militärparade auf dem Roten Platz begangen wird. Organisiert wird das Programm, zu dem Konferenzen, Ausstellungen, Theatervorstellungen und Schülerbegegnungen mit Veteranen gehören, auch vom russischen Verteidigungs- und vom Kulturministerium. "Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass in der Roten Armee, die die schrecklichen Verbrechen des Nazismus beendet hat, mehr als 500 000 Juden dienten, 200 000 von ihnen starben", sagte Kanner. 161 000 sowjetische Soldaten jüdischer Herkunft seien mit Orden für ihre Verdienste geehrt worden - 130 wurden zu "Helden" ernannt.

Quelle: n-tv.de

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