Kurznachrichten

Bundesverband der Deutschen Industrie: Energiewende ist zu teuer

Ohne ein Gesamtkonzept zur Energiewende drohen die Kosten in den kommenden Jahren aus Sicht der deutsche Industrie zu explodieren.

In einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten BDI-Studie hieß es, die Investitionen in die Stromversorgung könnten von 150 Milliarden Euro bis 2030 auf 350 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Die Feldstudien zeigten, dass die Ampeln bei den Strompreisen aber bereits heute "eindeutig bei Rot stehen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel.

"Priorität muss deshalb der Blick auf die Gesamtkosten haben", forderte er. Die Politik müsse zudem von einigen alten Zielen Abschied nehmen. "Dazu zählt etwa das Ziel der Senkung des Stromverbrauchs um zehn Prozent bis 2020." Auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz müsse sofort reformiert werden.

Keitel betonte, dass die deutsche Industrie hinter der Energiewende stehe. "Das Umsatzpotenzial auf dem Weltmarkt kann von 42 Milliarden Euro derzeit auf rund 60 Milliarden Euro im Jahr 2020 steigen." Allerdings müsse die Energiewende intelligent umgesetzt werden.

Der BDI will zusammen mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZWE), dem energiewirtschaftlichen Institut an der Universität Köln, der Deutschen Energie-Agentur (Dena) und der Unternehmensberatung Boston Consulting Group der Politik im Februar Empfehlungen vorlegen. Bund und Länder hatten sich auf einem Treffen vergangene Woche darauf verständigt, sich im März auf ein Konzept zu einigen, wo in welcher Form künftig der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangetrieben werden soll.

 

 

Quelle: n-tv.de

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