Tiere Leute GroßbritannienWilliam und Charles kämpfen gegen Wilderei in Afrika
London (dpa) - Prinz William und sein Vater Prinz Charles haben sich am Dienstag auf einer internationalen Konferenz in London für den Kampf gegen Jagdwilderei in Afrika stark gemacht.
London (dpa) - Prinz William und sein Vater Prinz Charles haben sich am Dienstag auf einer internationalen Konferenz in London für den Kampf gegen Jagdwilderei in Afrika stark gemacht.
Das Abschießen vor allem von Elefanten und Nashörnern habe den «kritischen Punkt» erreicht, sagte Charles. «Für mich als Vater und werdender Großvater ist es unvorstellbar, dass kommenden Generationen diese Tiere einfach entrissen werden könnten», sagte Charles (64). An der Konferenz nahmen Tierschutzorganisationen und Vertreter mehrerer Regierungen teil.
William wurde noch deutlicher: «Ich kann mir nur zwei Szenarien vorstellen, wie der illegale Handel aufhören kann: Entweder wir tun etwas dagegen oder die Tiere sterben aus.» Er versprach, über seine Stiftung Tusk Trust mehr zu tun, um ein Bewusstsein vor allem in der Jugend für das Problem zu schaffen.
Nach Angaben der Tierschutzorganisation WWF ist die Wilderei in Afrika derzeit auf einem Höchststand. Im vergangenen Jahr wurden allein in Südafrika 668 Nashörner illegal getötet, in diesem Jahr sind es bereits fast 300.
Die Hörner sind in Teilen Asiens als Medizin begehrt. Elefantenstoßzähne dienen den Wilderern als Währung. Sie können das Elfenbein gegen Waffen eintauschen. Auf diese Weise sei auch die innere Sicherheit vieler Staaten in Afrika durch die Wilderei gefährdet. Im Herbst will Großbritannien eine Tagung mit Staatsoberhäuptern organisieren, bei der die Nachfrage nach den Produkten eingedämmt und der Handel möglichst international unter Strafe gestellt werden soll.