Kurznachrichten

Johnson & Johnson : Enttäuschender Ausblick trotz Gewinnsprung

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson konnte durch das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten und medizintechnischen Produkten einen Gewinnsprung erzielen. Ende 2011 hatten allerdings Sonderkosten in Zusammenhang mit fehlerhaften Hüftgelenken den Konzern belastet.

Auch im Schlussquartal 2012 fielen weitere Kosten an, deren Auswirkungen auf die Bilanz jedoch in Grenzen blieben.  Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, kletterte der Überschuss im vierten Quartal auf 2,6 Milliarden Dollar von 218 Millionen Dollar im Jahr zuvor.  Von Oktober bis Dezember 2012 steigerte J&J, dessen Produktpalette auch Neutrogena-Kosmetik oder Penaten-Creme umfasst, den Umsatz um acht Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar. Alleine mit verschreibungspflichtigen Medikamenten waren es 6,5 Milliarden Dollar, ein Plus von sieben Prozent. Hier waren vor allem Mittel gegen Arthritis, Schuppenflechte und HIV gefragt. Der Kauf des Herstellers von Notfall-Geräten, Synthes, trug zum guten Absatz von medizintechnischen Produkten bei. Hier kletterten die Erlöse um 14 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar.

Dennoch reagierte der Markt enttäuscht. Ohne Sondereffekte erwartet Johnson & Johnson 2013 einen Gewinn je Aktie zwischen 5,35 und 5,45 Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten 5,49 Dollar erwartet. Die Aktie fiel vorbörslich um ein Prozent.

Quelle: n-tv.de

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