Kurznachrichten

Schwelender Konflikt zwischen Indien und Pakistan: Erneut tödlicher Zwischenfall in umstrittener Kaschmir-Region

Erneut hat die pakistanische Armee Indien die Tötung eines Soldaten vorgeworfen. Indische Streitkräfte hätten an einem Grenzposten in der umstrittenen Kaschmir-Region am Donnerstag das Feuer eröffnet.

Dabei soll ein Soldaten der pakistanischen Armee getötetworden sein, hieß es in einer Mitteilung eines Militärverantwortlichen. Der Angriff fand demnach im Bezirk Battal statt. Weitere Details wurden nicht mitgeteilt.

Ein Sprecher der indischen Armee sagte, die Schüsse hätten auf der anderen Seite der Grenze begonnen. Die indischen Streitkräfte hätten das Feuer erwidert und daraufhin habe es Gefechte gegeben.

Seit Tagen ist die umstrittene Region Schauplatz von Gefechten zwischen Soldaten der Nachbarstaaten, für die sie sich gegenseitig die Schuld geben. So hatte Pakistan bereits am Wochenende Indien einen Angriff in der Region vorgeworfen, bei dem ein Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden sei. Am Dienstag wurden nach Angaben der indischen Seite wiederum bei einem Gefecht an der umstrittenen Grenze zwei indische Soldaten getötet. Am Mittwoch bestellte Indien deshalb den pakistanischen Botschafter ein.

Die mehrheitlich von Muslimen bewohnte Himalaya-Region Kaschmir wird sowohl von Pakistan als auch von Indien vollständig für sich beansprucht. Seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 führten die beiden Nachbarstaaten bereits drei Kriege um das Gebiet. Im November 2003 schlossen Pakistan und Indien eigentlich einen Waffenstillstand für die Kaschmir-Region. Von beiden Seiten gibt es aber immer wieder Verstöße gegen das Abkommen.

Quelle: n-tv.de

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