Kurznachrichten

China: Erneute Selbstverbrennungen unter Tibetern

Medienberichten zufolge haben sich im Westen von China erneut vier Menschen aus Protest gegen die chinesische Tibet-Politik selbst angezündet. Angaben des in den USA ansässigen Senders Radio Free Asia zufolge, setzten sich zwei junge Menschen in der Provinz Gansu sowie jeweils einer  in den Provinzen Qinghai und Sichuan in Brand.

Drei der vier Selbstverbrennungen nahmen einen tödlichen Ausgang. Der vierte Tibeter wurde von der Polizei weggebracht, sein Schicksal blieb bis Dienstag unklar.

Seit dem Machtwechsel Mitte November häuften sich die Selbstverbrennungen unter Tibetern. Die Organisation Free Tibet bestätigte drei der vier jüngsten Vorfälle. Informationen über Selbstverbrennungen junger Tibeter, darunter vieler Mönche, erreichten sie derzeit «beinahe täglich», erklärte sie. Allein in diesem Monat zündeten sich bereits 21 Tibeter aus Protest gegen China selbst an.

Das Verteilen von Broschüren seitens der Behörden, in denen denen die Selbstverbrennungen sowie die Nutzung der tibetischen Sprache kritisiert werden, lösten zuletzt Studentenproteste aus.

Die Tibeter werfen der Führung in Peking vor, sie sozial und wirtschaftlich zu benachteiligen sowie die Kultur und die Traditionen in ihrer Heimat zu zerstören. China hält Tibet seit  1951 besetzt. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, floh 1959 während eines Aufstands nach Indien, wo er seitdem wie zahlreiche andere tibetische Flüchtlinge im Exil lebt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen