Kurznachrichten

Dengue-Fieber in Europa: Erstmals großer Ausbruch seit 20er Jahren

In Europa ist erstmals seit den 20er Jahren wieder eine größere Welle des von Mücken übertragenen Dengue-Fiebers ausgebrochen. So wurden bisher 1357 Fälle auf der Urlauber-Insel Madeira gemeldet, wie diezuständige  EU-Behörde ECDC am Dienstagabend berichtete.

669 Fälle seien bereits im Labor bestätigt worden, bei dem Rest handelt es sich bisher nur um Verdachtsfälle. Den Angaben zufolge wurde bei etwa 25 Urlaubern aus  Deutschland, Frankreich, Schweden und vom portugiesischen Festland  nach der Heimreise von Madeira Dengue-Fieber diagnostiziert.

Auch wenn das Fieber bisher noch zu keinem Todesfall geführt hat, so ist dies nach Ansicht des ECDC aufgrund der Vielzahl der Madeira-Urlauber trotzdem eine bedeutendes Ereignis für die öffentlich Gesundheit. Zudem sei ein weiteres Einschleppen des Fiebers auf das europäische Festland zu erwarten. Fluggesellschaften, Flughäfen  und Häfen wurden aufgefordert, auf gute Desinfektion zu achten.

Symptome des Dengue-Fiebers sind Fieber und Kopf- und Gelenkschmerzen, in schweren Fällen kann ein hämorrhagisches Fieber mit Blutungen auftreten. Der Virus wird durch Stechmücken vom Typ «Aedes aegypti» übertragen, welche erstmals 2005 auf der Insel gesichtet wurden.  Die  ersten zwei Fälle von Dengue-Fieber auf der Insel wurden Anfang Oktober gemeldet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO infizieren sich weltweit jährlich zwischen 50 und 100 Millionen Menschen mit Dengue-Fieber.

Quelle: n-tv.de

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