Kurznachrichten

Sozialgerichtstag: Erwerbsminderungsrenten müssen armutssicher sein

Erwerbsminderungsrenten für vorzeitig aus dem Berufsleben ausgeschiedene Beschäftigte dürfen aus Sicht des Deutschen Sozialgerichtstages nicht zu Armut führen.

Ihre durchschnittliche Höhe habe sich in den vergangenen zehn Jahren «dramatisch verringert» und liege heute auf dem Niveau der Grundsicherung, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Private Vorsorge sei zudem kaum möglich. Hier müsse geprüft werden, wie Beträge oberhalb der Grundsicherung erreicht werden können, sagte die Präsidentin des Sozialgerichtstages, Monika Paulat.

Etwa ein Fünftel aller Neurentner verlässt den Angaben zufolge aus Gesundheitsgründen vorzeitig das Berufsleben und erhält somit eine Erwerbsminderungsrente. Der Fachverband regte an, die jetzt vorgenommenen Abschläge bei einem Rentenbeginn vor dem 65. Lebensjahr rückgängig zu machen sowie die Chancen der Rehabilitation stärker gegen unnötige Verrentungen zu nutzen. Es sollte der Grundsatz «Reha vor Rente» gelten.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen