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Amtseit endet 2018: Eurogruppe will nicht über Dijsselbloem-Nachfolge entscheiden

Die Euro-Finanzminister wollen vorerst nicht über einen möglichen Nachfolger für Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem entscheiden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte, der Niederländer mache seine Arbeit "sehr gut", und seine Amtszeit dauere noch bis 2018. Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling plädierte aber dafür, dass der Eurogruppen-Chef gleichzeitig auch Finanzminister sein muss. Dies könnte bei dem Sozialdemokraten Dijsselbloem nach den Wahlen in den Niederlanden bald nicht mehr der Fall sein. Seine Partei der Arbeit (PvdA) erlitt bei dem Urnengang vergangene Woche dramatische Einbußen.

Eine weitere Regierungsbeteiligung ist fraglich. Die Koalitionsverhandlungen in Holland dürften sich noch mehrere Wochen hinziehen. Frankreichs Finanzminister Michel Sapin sagte, er gehe davon aus, dass Dijsselbloem "sicher" auch noch bei der nächsten Eurogruppen-Sitzung am 7. April in Malta Vorsitzender sein werde. Schelling sagte, derzeit seien andere Kandidaten als Dijsselbloem "pure Spekulation".

Er sprach sich aber gegen die Einrichtung eines permanenten Eurogruppen-Vorsitzenden aus, der nicht gleichzeitig Finanzminister sein müsste. Diese Diskussion gebe es schon länger, sie sei aber "bisher nicht von Erfolg gekrönt", sagte der Österreicher. Er glaube, "dass es gut ist, wenn amtierende Finanzminister die Gruppe führen". Der 50-jährige Dijsselbloem ist ist 2013 Eurogruppen-Chef. Sein Mandat war im Juli 2015 um nochmals zweieinhalb Jahre verlängert worden und endet regulär am 1. Januar 2018.

Quelle: n-tv.de

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